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Kennst du das Wort „dahingegen“? Nein? Gut.

Kennst du das Wort „dahingegen“? Nein? Gut.

Die Worte „hingegen“ und „dagegen“ lassen sich in Texten gut verarbeiten, dahingegen hege ich gegen das Wort „dahingegen“ eine große Abneigung.

Leider muss ich es regelmäßig in Abschlussarbeiten lesen – und frage mich jedes Mal, ob sich der Schreiber bzw. die Schreiberin nicht zwischen „dagegen“ und „hingegen“ entscheiden konnte und einfach den sperrigen Kompromiss gewählt hat.

Die Worte „dagegen“, „hingegen“ und „dahingegen“ meinen dasselbe, sie können also willkürlich getauscht werden. Umso mehr wundere ich mich darüber, wenn Studierende sich für „dahingegen“ entscheiden.

Auch wenn das Wort korrekt ist, d. h. im Duden steht, ersetze ich es in den allermeisten Fällen durch einen der anderen beiden Begriffe, und zwar aus einem Grund: Leserlichkeit.

Wissenschaftliche Arbeiten sollten leserlich sein

Wissenschaftliche Arbeiten müssen und sollen nicht so komplex wie möglich geschrieben sein. Ganz im Gegenteil: Eine Arbeit sollte so verständlich wie möglich verfasst werden. Ein wichtiger Bestandteil zur Verständlichkeit von Texten ist die Verwendung einer eingängigen Sprache. Keine Sorge, das bedeutet noch lange nicht, dass du dich stupide oder zu trivial ausdrückst und dein Text „zu leicht“ wird.

Wir drücken uns im geschriebenen Text zwar meist eloquenter und geschickter aus als in der gesprochenen Sprache, dennoch ist es ratsam, sich für einen leserlichen Text an häufig verwendeten, also bekannten Worten zu orientieren. Durch ihre Nutzung im Alltag sind sie leicht verdaulich und erleichtern es dem Leser, deinem Text zu folgen.

Und jetzt Hand aufs Herz: Wie viele Menschen kennst du, die in der gesprochenen Sprache „dahingegen“ sagen?

Niemanden. Jede Wette.

Ab und zu hört man mal „dagegen“ oder „hingegen“, aber „dahingegen“ verwendet wohl kein Mensch im Alltag. Wieso solltest du es also in deiner Arbeit verwenden?

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