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Keine allgemeingültige bzw. einheitliche Definition? Kein Problem!

Keine allgemeingültige bzw. einheitliche Definition? Kein Problem!

Keine wissenschaftliche Arbeit kommt ohne Definitionen aus. Sie sind ein elementarer Bestandteil deiner theoretischen Grundlagen, denn es muss ein gemeinsames Verständnis über den zu untersuchenden Themenbereich geschaffen werden.

Die Definition relevanter Begriffe ist daher unverzichtbar und von wesentlicher Bedeutung für deine Arbeit.

Viele Begriffe haben keine einheitliche Definition

Allerdings gibt es viele Begriffe, für die du in der Literatur keine allgemeingültige Definition finden wirst. Dazu zählen beispielsweise die Begriffe Digitalisierung, Kultur, Inklusion, Führung und Dienstleistung – also Begriffe, die wichtige Forschungsbereiche adressieren.

Wenn man genauer hinschaut, ist es bei vielen Begriffen nicht verwunderlich, dass keine einheitliche Definition besteht. Beispielsweise kann man die Digitalisierung aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten: technische Perspektive, betriebswirtschaftliche Perspektive (hierbei gibt es dann wiederum die kostentechnische und personalbezogene Perspektive), sozialwissenschaftliche Perspektive, juristische Perspektive, …

Jede Perspektive stellt einen anderen Aspekt des Themas in den Vordergrund. Da man sich einem Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln nähern kann, ist es also auch nicht verwunderlich, dass jeder Blickwinkel etwas anderes als wichtig erachtet und die Definition daran ausrichtet.

Umgang mit vielfältigen Definitionen

Wichtig ist, dass du in deiner Arbeit transparent damit umgehst, dass keine allgemeingültige Definition besteht. Vielleicht findest du sogar eine Quelle, die begründet, weshalb das so ist – dann lieferst du am besten auch direkt diese Begründung mit (selbstverständlich unter Nennung der Quellenangabe).

Auch wenn keine allgemeingültige Definition vorliegt, kommst du natürlich nicht umhin, den für deine Arbeit relevanten Begriff zu definieren. Wichtig ist allerdings, dass du nicht einfach willkürlich irgendeine Definition wählst.

Üblicherweise werden wesentliche Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Definitionen aufgezeigt. Das wurde für prominente Begriffe in der Regel bereits von Wissenschaftlern getan, sodass du dich hier unbedingt auf eine solche Quelle beziehen solltest.

Anschließend näherst du dich der Definition deiner Arbeit an, d. h. du gehst darauf ein, welche Art von Definition für deine Arbeit geeignet ist und welche nicht. Wenn du beispielsweise die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Stimmung der Mitarbeiter untersuchst, dann ist für deine Arbeit erstmal egal, wie die Digitalisierung im Detail aus IT-Perspektive definiert wird.

Du „suchst“ dir also eine Definition, die anerkannt ist, also z. B. besonders häufig für deinen Kontext herangezogen wird, und begründest, weshalb das Begriffsverständnis in deiner Arbeit auf dieser Definition beruht.

Manchmal ist eine Kombination aus Definitionen am besten geeignet, weil dann wesentliche Aspekte deiner Arbeit berücksichtigt werden. In diesem Fall kannst du dir eine eigene Definition „modellieren“. Wichtig ist allerdings, dass du gut begründest, weshalb du das tust!

Das Wichtigste in Kürze

Relevant ist also Folgendes, wenn keine allgemeingültige bzw. einheitliche Definition vorliegt:

  • Hinweis darauf, dass für den Begriff XY keine allgemeingültige bzw. einheitliche Definition in der Forschung existiert
  • Begründung, weshalb es diese nicht gibt
  • Darstellung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden häufig herangezogener Definitionen
  • Annäherung an die Definition deiner Arbeit, d. h. was eine Definition für deine Arbeit leisten bzw. berücksichtigen muss
  • Auswahl einer geeigneten Definition (mit Begründung, idealerweise mit Quelle belegt, damit es „richtig“ wissenschaftlich ist) bzw. Modellierung einer eigenen Definition
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